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010 – Glückserleben mit und durch Kinder

„Das leise Verschwinden der Kinder“ will ich nicht so hinnehmen und deswegen kämpfe ich dagegen, laut und deutlich. „Junge Menschen wünschen sich eine Familie mit Kindern“ ,stelle ich immer wieder fest. Sie wollen etwas schaffen, dazu gehören nun mal Kinder und sie wollen dann auch ihre Kinder gut ins Leben begleiten.

Die Bereitschaft diese Verantwortung zu tragen ist da. Jedoch haben sich die Rahmenbedingungen verändert. Um Familie und Beruf zu vereinbaren, brauchen junge Menschen heute die Hilfe und Rückendeckung der Gesellschaft. So wie in früheren Zeiten die Kinder oft von der Großfamilie unterstützt wurden, muss heute die Gesellschaft als moderne Großfamilie die Eltern unterstützen. Denn die Geburtenrate sinkt, die Überalterung der Gesellschaft droht. Im Jahre 2050 werden in Deutschland nur noch rund 70 Millionen Menschen leben, davon werden nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes dann auf zwei 60-jährige nur ein Neugeborenes kommen.

Wie sollte man nun die jungen Menschen unterstützen? Reicht es wenn man die Kindertagesstätten ausbaut, oder mehr Elterngeld verteilt, bzw. sogenannte Vätermonate anbietet? Rund 40 Prozent der Alleinerziehenden, die von Hartz 4 leben, könnten allerdings sofort einen Job annehmen, wenn sie einen Kinderbetreuungsplatz hätten.

Kann man dann von einem Glückserleben mit und durch Kinder reden? Glücksforscher sagen nein! Sie bewegen sich in einer Welt von Zahlen und Suggestivfragen, die folgende Ergebnisse bringen:

„Kinder machen unglücklich“, sagt der niederländische Glücksforscher Veenhoven. Diese Behauptung stellte er auf, indem er aus aller Welt Statistiken hin und herwälzte, mit dem Ergebnis, das Familienglück nicht gefunden zu haben. „Kinder schicken Eltern auf emotionale Talfahrt, haben negativen Einfluss auf das persönliche Glück und die Partnerschaft. Aufwärts gehe es erst dann wieder, wenn die Kinder aus dem Haus sind,“ argumentiert er weiter.

Der Leiter des Münchner Instituts für Glücksforschung Bernd Hornung sagt dazu: „Keiner traut sich zuzugeben, dass ihn die eigenen Kinder nicht glücklich machen.“ Fragt man Leute spontan, was sie gestern glücklich gemacht hat, sind es nicht die Kinder. Hornung meint weiter: „Elterliche Hochgefühle sind schon in den ersten beiden Jahren verblasst, danach geht die Glückskurve nach unten.“ Doppelverdiener ohne Kinder ersparen sich die Talsohle und sind insgesamt zufriedener, da ist sich Hornung sicher.

 

Aber ist Glück denn nicht auch eine Frage der Einstellung? Und ist das Glück ohne Kinder von Dauer?

Was bedeutet denn eigentlich Glück?

Glück ist ein Gefühl ein Zustand und ist demnach eine extrem starke positive Emotion und ein vollkommener, dauerhafter Zustand intensivster Zufriedenheit.

 

Aber Glück ist keine Glückssache, sondern kontrollierbar und erlernbar.

Als Mutter mit vier tollen Kindern, einem Vollzeit-Job als Lern – Coach für Kinder und Eltern, mit einem Mediziner als Mann, behaupte ich einen Blick für die Glücksgefühle von Eltern zu haben. Nicht zuletzt auch wegen meiner Tätigkeiten, die mir Einblicke in viele Familienverhältnisse geben.

 Man muss natürlich sagen, dass Kinderkriegen viel Organisation und viel Stress bedeuten, gerade auch bei ärmeren Familien. Dabei springt nicht immer das Glück aus dem Kasten. Das zu erwarten wäre zu naiv. Aber alle die Kinder haben, sollten auch die Verantwortung dafür tragen, dann kommt das Glück, ob arm oder reich, ganz von selbst.

Um Glück zu haben und als Gefühl positiv zu erleben, hat man etwas erreicht, oder etwas ist gelungen oder ein Ereignis ist günstig ausgegangen. Genau das erlebt man doch als Eltern jeden Tag. Mal ehrlich, nimmst du das auch bewusst wahr? Es sind doch oft die Kleinigkeiten die uns glücklich machen:

  • Da ist der Max, der seinen Eltern, die Tränen vor Rührung ins Gesicht treibt nur weil er ein Gedicht aufsagt.
  • Der Alexander, der zum ersten Mal einen Kopfsprung ins Wasser macht.
  • Lisa, die ihrer Mama ein Bild malt.
  • Nik, der sagt: „Äh, cool Alter!“
  • Kim, die schreit: „Mach dir keine Sorgen!“

 

Das Leben wird durch Kinder enorm bereichert, da wird hinterfragt und bewusst gemacht. Wer liebt schon Vater und Mutter so bedingungslos wie unsere Kinder. Die Liebe und das naturgegebene Urvertrauen der Kinder in ihre Eltern sind es schon alleine wert, Nachwuchs zu bekommen. Welch größeres Glück könnte es sonst noch geben? Denn Glück zu empfinden hat immer zwei Varianten: „Das kurzfristige Glück oder das dauerhafte Glück. Das Glück Kinder zu haben und großzuziehen ist dauerhaft. Auch die Probleme, die immer mal wieder auftreten, geben einem Kraft, Selbstbewusstsein und einen Blick auf sich selbst.

Der Soziologe Hettlage sagt: „Letztlich werde es aber keiner bedauern, Kinder zu haben. Im Gegenteil die Bedeutung des Kinderglücks wachse sogar mit dem Alter. Dies bestätigte sich durch Gespräche mit Senioren. Es ist schön, die eigenen Kinder und Enkel aufwachsen zu sehen. 

Verschiedene psychoanalytische Studien zeigten Tendenzen, dass gerade kinderlose Karrierefrauen unter ihrer Entscheidung leiden.

Für mich sind meine Kinder und meine Familie das größte Glück, das mir passieren konnte. Alles was man an Glücksmomenten erlebt, wenn man Kinder begleitet, kann einem sonst niemand geben.

Zum Abschluss eine Einladung an dich, zu einer kleinen Übung, damit du vorbildlich und verantwortungsvoll den Tag starten, sowie den Abend beenden kannst und dabei deine Glücksgefühle bewusster wahrnehmen kannst.

 Stelle dir morgens die Frage:

  • Was begeistert mich an meinem Kind am meisten? Wo/wie fühle ich das?
  • Was macht mich in meinem Leben mit meinem Kind glücklich? Wo/wie fühle ich das?
  • Was kann ich tun, um mich, um mein Kind glücklich zu machen? Woran erkenne ich das?

 

Stelle dir abends die Frage:

  • Was ist mir heute durch mein Kind bewusst geworden? Wie habe ich darauf reagiert?
  • Was hat mich heute durch mein Kind glücklich gemacht? Was habe ich dadurch gelernt?
  • Wodurch habe ich heute mein Kind und meine Familie glücklich gemacht?

 

Ich garantiere dir, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, bedeutet sich bewusst mit dem Glückserleben mit und durch Kinder auseinander zu setzen.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

 

 

Weitere Fragen beantworte ich gerne in meiner Praxis oder per E-Mail.

Bitte melde dich über mein Kontaktformular hier auf meiner Website.

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